CCSJ

... GESCHICHTE UND GESCHICHTEN

 

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Von Anfang an hatte das CCSJ eine positive Wirkung, nicht nur wegen einer relativ grossen Anzahl von Besuchern und deren Zuspruch, sondern auch auf einer sublimen Ebene und betonte so die Authentizität des Werkes. Der Fund einer Rolle von Negativen, Fotografien aus dem Sant Joan der 60er Jahre, eröffnete mit dem Erfolg der Ausstellung "Mel Ferra - artificial artists“ die Türen zu anderen Realitäten. Der ehemalige Post-Stellen Leiter "Xiquet", Autor dieser Momentaufnahmen, war ein großer Liebhaber der Fotografie und sich seinerzeit kaum bewusst, welchen historischen wie sozio-kulturellen Wert diese einzigartigen Portraits erlangen. Mit Hilfe seiner Frau konnte eine außergewöhnliche Ausstellung mit dem Titel: "Sant Juan - Gestern und Heute" zusammengestellt werden; erneut mit gemischten Elementen, wie zum Beispiel einem Fahrrad und geometrische Gruppen von Fotos...und mit einem sensationellen Erfolg.

Obwohl DAS EIGENE einen besonderen Platz in der Kultur jedweden Winkels verdient, geboren durch die Menschen aus ihrem ganz speziellen Klima, ihrer Erde, wissen wir seit den Tagen Hoelderlin’s: "Der freie Gebrauch des Eigenen ist das Schwierigste“. Und ganz genau hier präsentiert sich die Unverzichtbarkeit von Kontextualitäten. Es ist der andere Blickwinkel mit seiner liebevollen Neugier und es sind die Erschliessungen und Einbringungen von bisher unbekannten Erfahrungen und neuem Wissen, die eine so wertvolle Hilfestellung geben, auch das Alltäglichste als etwas Wertvolles neu zu entdecken. Die Umkehrung der Aussage bringt uns dem Gegenteil näher: „Die erzwungene Ignoranz des Fremden ist am einfachsten.“ – womit alles gesagt ist.

Aber bereits Kant hatte sich gegen diese Reduktion von Kunst als Lustquelle, auf das Angenehme und Schöne, ausgesprochen und gezeigt, dass es für die Gestaltung und Definition des Schönen notwendig geworden war, die Sphäre des rein Emotionalen zu verlassen. So hat das CCSJ stets alle Formen der Meinungsäußerung und des Ausdrucks respektiert und das wurde vielen Künstlern zur Hilfestellung ein hohes Maß an Kohärenz in den ästhetischen Situationen zu finden; abgerundet und offen zur gleichen Zeit. Ein allgemeiner Respekt gegenüber allen professionellen Niveaus brachte den einzelnen Präsentationen ihre Stimmigkeit immer in der jeweiligen Komposition.

Kann das Selbst überwunden werden; wo die Einheit göttlicher und menschlicher Natur nicht mehr unmittelbar und direkt gekoppelt bleibt, um zu einer bewussten Einheit zu werden, ist es nicht mehr das Sensible oder das Körperliche, dargestellt durch die menschlichen Form, sondern eine sich ihrer selbst bewussten Innerlichkeit, die wiederum einer wirklichen Kunst zum Inhalt wird. Die kontinuierliche Suche nach der ästhetischen Situation hat auch dazu beigetragen, den Künstlern zu helfen; besonders bei der Erfahren der eigene Arbeit, sie noch besser kennen zu lernnen und aus diesem neuen Ansatz heraus auch in bisher Unbekanntes vorzudringen.

Eine der herausragenden Erfahrungen war die Wiederentdeckung der Grandma-Moses Ibiza’s: Ingeborg Gauger. Sie hatte, während der 70er und 80er Jahre, großen Erfolg mit ihrer naiven Öl- und Aquarell-Malerei. Postkarten und Lithographien ihrer Gemälde waren sehr populär und wurden so zu einer wichtigen Promotion für die Insel. Trotz ihres fortgeschrittenen Alters und einiger gesundheitlicher Probleme, blieb sie eine Person von grossem Elan und das CCSJ bereitete, nach Jahren der Vergessenheit, eine erneute Ausstellung mit Werken Gaugers vor. Begleitet von einer Installation, inspiriert durch eine Arbeit von Janis Kounellis. Das führte zu einer weiteren Ausstellung im Pfarrhaus von Sta. Gertrudis im Jahre 2000, bei der ebenfalls ein Katalog über ihre Erfahrungen auf Ibiza präsentiert wurde. Im Jahre 2006 beschloss sie ihre Rückkehr nach Deutschland mit 86 Jahren und einer zunehmend heiklen Gesundheit. Das CCSJ, und hier vor allem dessen Leiter Holger E. Dunckel, organisierte eine Aufnahme der letzten drei verbliebenen Oel-Bilder Gauger’s, in die Kollektion des Insel-Rates. Schließlich konnten wir so einen wichtigen Teil der lokalen Kulturgeschichte erhalten, sowie dazu beitragen, eine zufriedenstellende Lösung für das Werk eine Künstlerin zu finden, die heute ihren Alters-Wohnsitz in Hamburg hat und einen wichtigen Abschnitt ihres Lebens gewürdigt weiss.

Aber hinter all diesen Kultur-Stiftenden Erfolgen erklangen auch einige verzerrte Echos; aus Ecken ausserhalb vom Diskurs. Und während im Allgemeinen Widerspruch nicht ohne Spruch existieren kann, das heißt, außerhalb der Rede, begannen einige Elemente falsche Texte zu infiltrieren und verteilten sie heimlich unter den Text-Losen. Dies führte direkt zu einer Bestätigung der These über den Ursprung sozio-kultureller Infarkte: Zwischen sektiererischen Gruppen existiert eine komplexe Kompatibilität - über und durch ihr System von Anti-Textualitäten. Natürlichkeit und Freiheit im Ausdruck sind bereits vor ihrem Auftreten eliminiert und es verwundert immer wieder, einen derartigen Mangel an Selbst-Kenntnis, jeseits von kontextuellen Realitäten, vorzufinden.

Wir haben gesehen, auf der einen Seite gibt es eine undefinierbare, auf der anderen Seite, eine zwangsläufig endliche Aktion. Auf der einen Seite einen Zustand, manchmal eine einzige Empfindung als Verursacher von Dynamik, dessen einziges Kennzeichen seine Nichtzugehörigkeit zu unseren endlichen Erfahrungen ist. Auf der Anderen die Aktion einer potenziellen Intertextualität, d.h. die Unbestimmbarkeit – die Unschärfe - in der jeweiligen ästhetischen Situation, als unendlicher Progress. Hier steht die Wiege der Zukunft für DAS EIGENE.

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 Reservados todos los derechos. Revisado el: 25 de marzo de 2009.